Bericht von der deutschen Meisterschaft


Am 16.04.2016 war von der Judoabteilung des SSV Gristede wieder ein Kämpfer bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der über 30-jährigen angetreten. Für Wolfgang Sondermann waren es die sechsten DEM in Folge. Hier sein Bericht:

Am Freitag, den 15.04.16 fuhren meine Frau Sabine und ich von einem Stau zum anderen in Richtung Berlin. Denn dort sollten am nächsten Tag die DEM der Ü30 stattfinden.

Morgens hatte ich tatsächlich noch frühstücken können und selbst unterwegs nahm ich noch eine Kleinigkeit zu mir. Denn es war eine lange Fahrt und eine kleine Panne hatten wir auch noch. Aber ich war mir sicher, dass das Gewicht ok war.

Die Waage zeigte 80 kg und damit war ich „nur“ ein Kilo unter meinem Limit.

Ich fühlte mich gut und war auf die Auslosung gespannt.

Am Samstag erfuhr ich dann, dass ich erstmalig ein Freilos hatte, damit war ich gleich in der zweiten Runde. Super!

Aber dann kam gleich mein alter Bekannter, Markus Svierkot. Dieser hatte mich schon 2 x aus den DEM geworfen und in 5 Begegnungen auch 5 x besiegt. Zwar brauchte er im letzten Jahr in Bochum schon ein wenig mehr Energie, besiegte mich aber wieder vorzeitig. Tolle Aussichten.

Wir kennen uns mittlerweile recht gut und sind befreundet. Ich ging gespannt in den Kampf und war mir sicher, dass ich es ihm schwer machen konnte. Markus ist, genau wie ich, eher ein Konterkämpfer. Auf den Fotos kann man sehen, dass wir beide ein paar gute Aktionen hatten. Wenn man genau hinschaut, kann man sehen, dass Markus zwar reflexartig an mein Bein gefasst hatte, aber die Kampfrichter ließen weiterkämpfen. Markus wackelte, fiel aber leider nicht. Ich bekam im Kampfverlauf zwei Bestrafungen und so ging der Kampf leider knapp an Markus.

So traf ich in der Trostrunde auf den Gegner, welchen Markus in seinem ersten Kampf klar vorzeitig besiegt hatte. Also sollte es machbar sein. Diesen Gegner und 5 weitere kannte ich nicht, die anderen Gegner hatte ich in der Vorjahren schon kennengelernt. Günter Biskup, der amtierende Deutsche Meister fehlte.

Ein alter Bekannter bot an mich beim Kampf zu betreuen. Das war im Grunde super, aber stellte sich im Nachhinein als Fehler heraus. Er rief mir etwas zu, ich reagierte sofort und er rief wieder etwas, ich reagierte wieder sofort und ging ab wie eine Rakete. Nach nur 9 Sekunden war der Kampf vorbei und ich raus.

Markus wurde Vizemeister, da er im Finale gegen einen uns unbekannten, sehr guten Gegner verlor.

Wir fuhren am Sonntag natürlich enttäuscht zurück.


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